Strategie·20. Juni 2026·7 Min. Lesezeit

Der versteckte Preis von „machen wir intern“

Auf dem Gehaltszettel steht eine saubere Zahl. Sie ist der kleinere Teil der Wahrheit. Die eigentlichen Kosten eines Inhouse-Teams liegen unter der Wasseroberfläche – hier sind sie.

„Das machen wir intern" klingt nach Kontrolle und Ersparnis. Auf dem Gehaltszettel steht eine klare Zahl. Das Problem: Diese Zahl ist der kleinere Teil der Wahrheit. Die eigentlichen Kosten eines Inhouse-Teams liegen unter der Wasseroberfläche.

Der Eisberg: sichtbares Gehalt, versteckter Rest

Ein Gehalt von 4.000 € im Monat kostet dich real deutlich mehr. Lohnnebenkosten, Tools, Hardware, Recruiting, Einarbeitung, Führungszeit und Urlaubs-/Krankheitsausfall summieren sich schnell auf das 1,5- bis 1,8-fache. Aus 48.000 € Jahresgehalt werden real 75.000 € und mehr – pro Kopf.

Bruttogehalt (sichtbar)48.000 €+ Lohnnebenkosten~10.000 €+ Tools, Hardware, Software~6.000 €+ Recruiting & Einarbeitung~8.000 €+ Führung & Ausfall~8.000 €
Von 48.000 € Gehalt zu ~80.000 € echten Kosten pro Kopf und Jahr

Die Kosten, die kein Rechner zeigt

  • Schlüsselpersonen-Risiko: Kündigt der eine Mensch, der „alles weiß", steht ein Bereich still – und das Wissen ist weg.
  • Auslastungslücke: Ein Vollzeit-Spezialist ist selten zu 100 % ausgelastet. Du zahlst die Leerlaufzeit mit.
  • Rampenzeit: Bis ein neuer Mitarbeiter produktiv ist, vergehen Monate – bezahlt ab Tag eins.
  • Deckelung: Ein Kopf hat 40 Stunden. Mehr Output heißt: noch ein Kopf, noch ein Eisberg.

Wann Inhouse trotzdem richtig ist

Das ist kein Plädoyer gegen Mitarbeiter. Für Rollen mit Urteil, Beziehung und Markenverständnis ist ein eigenes Team unersetzlich. Der Fehler ist, repetitive Arbeit inhouse zu binden, die ein System günstiger und ohne Ausfallrisiko erledigt. Die saubere Trennung, welche Rollen wohin gehören, findest du im Artikel Stop hiring, start building – die reine Kostenseite im Kostenvergleich.

Auf dem Gehaltszettel steht die halbe Wahrheit. Die andere Hälfte steht in keinem Vertrag.

Häufige Fragen

Was kostet ein Inhouse-Mitarbeiter wirklich?

Deutlich mehr als das Bruttogehalt. Mit Lohnnebenkosten, Tools, Hardware, Recruiting, Einarbeitung, Führungszeit und Ausfall summiert es sich auf das 1,5- bis 1,8-fache. Aus 48.000 € Jahresgehalt werden real rund 80.000 € pro Kopf.

Welche Inhouse-Kosten übersieht man am häufigsten?

Das Schlüsselpersonen-Risiko (kündigt der Wissensträger, steht ein Bereich still), die Auslastungslücke (ein Spezialist ist selten voll ausgelastet), die Rampenzeit bis zur Produktivität und die harte Deckelung: Mehr Output heißt ein weiterer Kopf.

Ist ein Inhouse-Team schlechter als eine Agentur oder ein System?

Nicht grundsätzlich. Für Rollen mit Urteil, Beziehung und Markenverständnis ist ein eigenes Team unersetzlich. Der Fehler ist, repetitive Arbeit inhouse zu binden, die ein System günstiger und ohne Ausfallrisiko erledigt.

Wie entscheide ich zwischen Inhouse und System?

Nach der Art der Arbeit: repetitiv und regelbasiert → System; Urteil, Kreativität und Beziehung → Mensch. Die reine Kostenseite und die Rollen-Einteilung findest du im verlinkten Kostenvergleich und im Artikel „Stop hiring, start building“.

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Stop hiring, start building: welche Rolle ins System gehört → Agentur, Inhouse oder KI-System? Der Kostenvergleich → Der vollständige Vergleich: Agentur · Inhouse · System →
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