„Das machen wir intern” klingt nach Kontrolle und Ersparnis. Auf dem Gehaltszettel steht eine klare Zahl. Das Problem: Diese Zahl ist der kleinere Teil der Wahrheit. Die eigentlichen Kosten eines Inhouse-Teams liegen unter der Wasseroberfläche.
Der Eisberg: sichtbares Gehalt, versteckter Rest
Ein Gehalt von 4.000 € im Monat kostet dich real deutlich mehr. Den größten Einzelposten kann man belegen: Auf 100 Euro Bruttoverdienst zahlten Arbeitgeber in Deutschland 2025 zusätzlich 29 Euro Lohnnebenkosten, also vor allem Sozialbeiträge und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall (Destatis, Lohnnebenkosten in Deutschland). Bei 48.000 € Jahresgehalt sind das rund 13.900 €. Tools, Hardware, Recruiting, Einarbeitung und Führungszeit kommen obendrauf. Wie viel genau, hängt von deinem Betrieb ab. Mit den angenommenen Werten unten landest du bei rund 80.000 € pro Kopf und Jahr, etwa dem 1,7-fachen des Gehalts.
Die Kosten, die kein Rechner zeigt
- Schlüsselpersonen-Risiko: Kündigt der eine Mensch, der „alles weiß”, steht ein Bereich still – und das Wissen ist weg.
- Auslastungslücke: Ein Vollzeit-Spezialist ist selten zu 100 % ausgelastet. Du zahlst die Leerlaufzeit mit.
- Rampenzeit: Bis ein neuer Mitarbeiter produktiv ist, vergehen Monate – bezahlt ab Tag eins.
- Deckelung: Ein Kopf hat 40 Stunden. Mehr Output heißt: noch ein Kopf, noch ein Eisberg.
Wann Inhouse trotzdem richtig ist
Das ist kein Plädoyer gegen Mitarbeiter. Für Rollen mit Urteil, Beziehung und Markenverständnis ist ein eigenes Team unersetzlich. Der Fehler ist, repetitive Arbeit inhouse zu binden, die ein System günstiger und ohne Ausfallrisiko erledigt. Die saubere Trennung, welche Rollen wohin gehören, findest du im Artikel Stop hiring, start building – die reine Kostenseite im Kostenvergleich.
Auf dem Gehaltszettel steht die halbe Wahrheit. Die andere Hälfte steht in keinem Vertrag.