„Was kostet eine Performance-Marketing-Agentur?” ist eine der meistgestellten Fragen von Shop-Betreibern – und eine der schlechtesten beantworteten. Die ehrliche Antwort: Der Retainer ist nur die Spitze. Der wahre Preis entsteht durch das, was nicht im Angebot steht.
Retainer, Budgetanteil, Setup: So setzt sich der Preis zusammen
Die meisten Angebote bestehen aus bis zu drei Bausteinen: einem festen monatlichen Retainer, einem Anteil am Werbebudget, der mit deinen Ausgaben mitwächst, und einer einmaligen Setup-Gebühr für Onboarding und Kontenaufbau. Wie hoch die einzelnen Posten sind, schwankt stark. Eine belastbare, öffentliche Marktstudie für den deutschsprachigen Raum haben wir nicht gefunden, deshalb nennen wir hier keine „typischen“ Branchenpreise.
Was wir sagen können: In unseren Erstgesprächen mit Shop-Betreibern (August und September 2026) nannten viele Kosten für SEO-, Google- oder Meta-Agenturen zwischen einigen hundert und rund 5.000 € im Monat, häufig mit 6 bis 12 Monaten Laufzeit. Das ist eine eigene Beobachtung, keine repräsentative Erhebung. Wie schnell sich die Bausteine summieren, zeigt eine Beispielrechnung mit angenommenen Werten:
Das Beispiel zeigt vor allem eins: Der Budgetanteil wächst mit. Verdoppelst du das Werbebudget, verdoppelt sich in diesem Modell auch dieser Posten, obwohl die Arbeit selten doppelt so groß wird.
Und eine Meta-Ads-Agentur?
Für reine Meta-Ads-Agenturen gelten dieselben Bausteine. Achte im Angebot vor allem auf drei Punkte: Wem gehört das Werbekonto (es sollte auf dich laufen)? Ist die Produktion neuer Anzeigen im Preis enthalten oder wird sie extra berechnet? Und wie lang ist die Mindestlaufzeit? Gerade die Anzeigen-Produktion ist oft der Posten, der später nachverhandelt wird.
Die versteckten Kosten, die niemand nennt
Der Retainer ist kalkulierbar. Teuer wird, was daneben liegt:
- Reaktionszeit. Eine Anfrage am Freitag wird Montag bearbeitet. Bei einem sinkenden ROAS sind das zwei verlorene Wochenend-Tage voller Ad-Spend.
- Geteilte Aufmerksamkeit. Dein Shop ist einer von vielen Kunden. Der beste Kopf der Agentur sitzt selten dauerhaft an deinem Konto.
- Reporting-Verzug. Zahlen kommen monatlich, oft im schön geschminkten Dashboard – Entscheidungen entstehen zu spät.
- Wechselkosten. Kündigst du, geht das gesamte Wissen über deine Brand mit.
Diese Posten stehen in keinem Angebot – aber sie kosten real. Wer sie mitrechnet, kommt beim ehrlichen Vergleich oft auf einen deutlich höheren effektiven Preis.
Wofür du eigentlich zahlst – und die Alternative
Ein großer Teil der Agenturarbeit ist repetitiv: Reports bauen, Creative-Varianten anlegen, Kampagnen überwachen, Budgets schieben. Genau dieser Teil lässt sich mit KI-Infrastruktur automatisieren – rund um die Uhr, ohne Reaktionszeit, ohne geteilte Aufmerksamkeit. Was bleibt, ist die strategische Arbeit, die tatsächlich einen Kopf braucht.
Du zahlst die Agentur nicht für Strategie. Du zahlst sie meistens für Fleißarbeit, die ein System übernimmt.
Die direkte Gegenüberstellung liest du im Kostenvergleich Agentur, Inhouse & System. Warum Agentur-Reports oft gut aussehen, obwohl nichts übrig bleibt, erklärt dieser Artikel, und was du vor einer Kündigung sichern solltest, der Leitfaden nach der Agentur-Kündigung.